Philosophie und Praxis des indischen Tantra

Prana Kundalini (prāna kuṇḍalinī)

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Prana Kundalini (prāna kuṇḍalinī) wird ebenfalls als Aufsteigen durch den Zentralkanal erfahren, jedoch nur von jenen Yogis, die nicht nur die spirituellen Freuden, sondern auch die weltlichen Freuden (bhoga) verfolgen.

Wenn du nur die spirituelle Befreiung ersehnst, dann erfährst du das Aufsteigen der Schlangenkraft als cit kuṇḍalinī. Wenn du ausser der spirituellen auch die weltliche Freude ersehnst, dann erfährst du das Aufsteigen der kuṇḍalinī als prāna kuṇḍalinī. Mit anderen Worten: solange du noch eine Anhaftung an weltliche Freuden hast, erfährst du nur Prana Kundalini.

Das Einsetzen des Aufsteigens von Prana Kundalini ist zu Beginn das gleiche wie bei der Erfahrung von Cit Kundalini bis zu dem Zeitpunkt, wo das „Rollen“ oder „Wühlen“ im mūlādhāra endet. Dann beginnt das mūlādhāra cakra, sich mit großer Kraft und Schnelligkeit im Urzeigersinn zu drehen und der tantrische Yogi kann tatsächlich den Klang dieses Drehens hören.

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Nach einer bestimmten Weile steigt diese Kraft 12 Finger breit nach oben zum nābhi cakra, dem Nabelchakra. Auch dieses cakra beginnt sich zu drehen und der Yogi fühlt und hört das Drehen dieser zwei Wirbel oder Räder. Auch erfährt er die Entfaltung wahrer Liebe und Freude, die soviel größer ist als jede sexuelle Freude.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass deine Erfahrung von Prana Kundalini hier endet und du wieder zurück fällst oder gleitest in dein normales Leben. Um die volle Entfaltung der prāna kuṇḍalinī zu erfahren, musst du ihr dein ganzes Leben schenken. Dann steigt sie weiter auf zu hṛit cakra (Herzchakra), danach zum kaṇṭha cakra (Hals- oder Rachenchakra), dann zum bhrūmadhya und schließlich von dort zum sahasrāra cakra (Scheitelchakra).

Im Gegensatz zu den vorherigen cakras beginnnt das sahasrāra cakra nicht, sich zu drehen. Fortgeschrittene Yogis, die alle Anhaftung an weltliche Freuden überwunden haben, durchbohren das Scheitelchakra, erfahren höchste Seligkeit und treten ein in den Prozess bzw. die Entfaltung von cit kuṇḍalinī.

Wird das sahasrāra cakra nicht durchbohrt von prāna kuṇḍalinī, dann trittst du aus dem dritten Auge wieder hinaus und erlangst die aṣṭasiddhiḥ, die acht großen Kräfte oder Siddhis.

Die Nutzung dieser Kräfte gilt im Tantra als vollkommen legitim, doch sie beinhaltet die Gefahr, eine immer größer werdende Anhaftung an weltliche Freuden und und Macht zu entwickeln und so dich deiner spirituellen Erlangungen zu berauben.

Prana Kundalini kann auf verschiedene Weisen bzw. in bestimmten Formen erfahren werden. In welchen Formen und warum erährst du in dem Beitrag: Variationen der Erfahrung von prāna kuṇḍalinī.

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