Philosophie und Praxis des indischen Tantra

Cit Kundalini (cit kuṇḍalinī)

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Cit Kundalini (cit kuṇḍalinī) wird von jenen Tantra Yogis erfahren, die ihre Konzentration auf das Zentrum zwischen zwei Atemzügen, zwei Handlungen oder zwei Gedanken richten und ihr Bewusstsein kontinuierlich in diesem Zentrum aufrecht erhalten.

Ab einem gewissen Punkt der Versenkung beginnt der Atem zu stocken oder zu „gerinnen „und stoppt schließlich ganz, bevor er anfängt sich um einen Punkt zu drehen. Er rauscht anschließend durch den Zentralkanal (sushumna) schnell nach unten und wandelt dabei prāna in prānana (Leben).

Er fließt hinab bis zum mūlādhāra und löst eine besondere Erfahrung aus, die sich anfühlt als würde etwas sich entrollen oder kraulen, ähnlich der Erfahrung in der sexuellen Vereinigung im Augenblick kurz vor dem Höhepunkt. An diesem Punkt setzt das intensive Gefühl der Freude und Wonne ein, die alles sexuelle Erleben um das Tausendfache übersteigt. Das ist Cit Kundalini.

Die Energie steigt wieder nach oben, wie ein Blitz, und erfüllt dich dabei mit unermesslicher Freude und Seligkeit, mit cit-ānanda (cit = Bewusstsein; ānanda = Seligkeit, Freude). Gleichzeitig mit dieser Freude erkennst du deine wahre Natur wieder und weisst mit allen Fasern deiner Existenz: „Ich bin nichts als reine Freude und Bewusstsein“

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Wem es gelingt, in diesem Zustand exaltierter Freude zu verweilen, erfährt das weitere Aufsteigen von Cit Kundalini, wie es bhrūmadhya (das Zentrum zwischen den Augenbrauen) durchdringt. An diesem Punkt, urplötzlich und mit einem Mal, atmest du einmal aus – und der Atem stoppt wieder.

Dann steigt Cit Kundalini weiter auf von bhrūmadhya und durchdringt brahmarandhra (das Zentrum auf der Schädelkrone). Hier atmest du wieder abrupt aus und öffnest die Augen für einen kurzen Moment, bevor du wieder nach innen gesogen wirst, wo du ohne zu atmen das Aufsteigen der cit kuṇḍalinī erfährst.

Dann atmest du wieder abrupt aus und öffnest wieder die Augen und siehst die ganze Welt vibrierend in Ekstase und Seligkeit, bevor du wieder ausatmest und die Augen wieder schließt.

Dieser Prozess (krama mudrā) von Ausatmen, Aufsteigen der Cit Kundalini, Ausatmen und Augen öffnen fährt so lange fort, wie du das Bewusstsein aufrecht erhalten kannst. Und mit jedem Zyklus wird die Ekstase größer und feiner.
In diesem Zustand des Bewusstseins zu verweilen und alles in deinem Leben in diesem Zustand zu erfahren, ist jīvanmukti, die Befreiung zu Lebenszeit.

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